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Westfälische HochschuleTalentscouting
Westfälische Hochschule und Weiterbildungskolleg Emscher-Lippe unterzeichnen Kooperationsvertrag
    
           
Keine Beschreibung „Beim Talentscouting geht es darum, Potenziale zu erkennen, Menschen zu motivieren und ihnen manchmal  einfach  den  entscheidenden  Anstoß  zu  geben.  Wir  begleiten  Individuen  über  einen langen Zeitraum und wollen die Talente wecken, die in ihnen schlummern“, erklärte Cahit Bakir, Talentscout  der  Westfälischen  Hochschule  beim  Termin  zur  Unterzeichnung  des Kooperationsvertrages  mit  dem  Weiterbildungskolleg  Emscher-Lippe  –  Abendgymnasium  und Kolleg der Stadt Gelsenkirchen. 

 

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Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags dabei: (Vorne v.l.) Jörg Kramp, Studien- und Berufsorientierungslehrer  am  Weiterbildungskolleg  Emscher-Lippe,  Günter  Jahn, Oberstudiendirektor  (OStD)  und    Schulleiter  und  Cahit  Bakýr,  Talentscout.  Hinten  im  Bild  drei Studierende des Weiterbildungskollegs Emscher-Lippe.


Der Diplom-Sozialarbeiter und Sozialpädagoge ist bereits an knapp zehn Schulen als Talentscout unterwegs, trotzdem stellt ihn die Arbeit am Weiterbildungskolleg vor eine neue Herausforderung.
Denn hier berät er ab sofort in regelmäßigen Sprechstunden vor Ort in erster Linie Erwachsene, die auf  dem  zweiten  Bildungsweg,  häufig  mit  Berufserfahrung  ihre  Fachhochschulreife  oder Hochschulreife nachholen. „Das alleine ist schon eine Hürde und zeigt die Motivation dieser Leute. Ich habe schon ein paar Beratungsgespräche führen dürfen und dabei schnell gemerkt, wie sehr die Studierenden hier brennen und was für besondere Biografien sie haben. Manche sind schon um die
40 Jahre und wagen es trotzdem nochmal von vorne zu beginnen. Das finde ich bewundernswert und  ich  freue  mich  sehr  darauf,  mit  diesen  engagierten  Menschen  lange  zusammenzuarbeiten,
ihnen an den entscheidenden Stellen Tipps zu geben und Möglichkeiten aufzuzeigen“, so Bakýr.
 
So musste ein Studierender beispielsweise im Alter von 18 Jahren nach dem plötzlichen Tod des Vaters alleine für seine Mutter und seine behinderte Schwester sorgen. Zehn Jahre lang hat er mit allen  möglichen  Jobs  die  Familie  über  Wasser  gehalten  und  nicht  die  Möglichkeit  sich weiterzubilden. Jetzt strebt er ein duales Studium in den Ingenieurswissenschaften an. „Was für eine Kraft, was für ein Charakter. Genau solche Leute möchte ich unterstützen.“  

Für Schulleiter Günter Jahn ist der Talentscout eine willkommene Erweiterung und Intensivierung des  bereits  vorhandenen  Beratungsnetzes  des  Kollegs.  „Er  kann  die  Studierenden  aus  einer unvorbelasteten  Rolle  heraus  beraten  und  noch  mehr  Chancen  eröffnen.  Viele  unserer Studierenden würden nicht einmal auf die Idee kommen mit einem Fachabitur zu studieren.  Diese Option  muss  ihnen  oft  erst  eröffnet  werden.  Sie  machen  meist  das  Fachabitur  für Ausbildungsberufe,  die  dieses  verlangen.  Aber  wenn  sie  dann  erfahren,  dass  auch  andere Möglichkeiten vorhanden sind, sind sie oft Feuer und Flamme. Und darauf kommt es an. Unser Kolleg ist sowieso schon eine Schule der berühmten zweiten Chance und wir wollen, dass unsere Studierenden diese nutzen. Und da ist die Unterstützung des Talentscouts genau das Richtige.“
 
Das  NRW-Talentscouting:  Ein  zentrales  Ziel  des  Talentscoutings  ist  es,  allen  Menschen  gleiche Bildungschancen zu ermöglichen – unabhängig vom sozialen Hintergrund. Zurzeit beteiligen sich sieben Ruhrgebiets-Hochschulen an dem Projekt (Ruhr-Universität Bochum, Hochschule Bochum, Technische Universität Dortmund, Fachhochschule Dortmund, Hochschule Ruhr West, Universität Duisburg-Essen und Westfälische Hochschule). 2016 werden weitere Hochschulen hinzukommen.

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